Projektbeschreibung
Ausgangssituation
Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule kommen aus etwa 20 verschiedenen Ländern. Über ihr Leben, ihr Denken und ihre Kultur wissen wir wenig – obwohl das Thema „Ausländer“ in Medien und Politik
sehr präsent ist. Diesen blinden Fleck unserer Schulrealität wollen wir bearbeiten.
Projektziele
Wir wollen durch Interviews mit etwa 25 "ausländischen" MitschülerInnen herausfinden, wie sie ihre Situation in Österreich und an der Schule sehen, wie sie leben und welche Zukunftsvorstellungen sie
haben.
Wir wollen mit diesen MitschülerInnen ins Gespräch kommen, sie zu Wort kommen lassen und aus ihren Erzählungen kleine "Lebensgeschichten" herausschälen, die in Buchform und einer szenischen Lesung
bzw. einer dramatisierten Fassung veröffentlicht werden.
Wir wollen durch das Projekt das Miteinander verschiedener Kulturen an der Schule verbessern und einen Beitrag zum Jahr des interkulturellen Dialogs leisten.
Produktziele
Wir machen ein Buch von etwa 150 Seiten über Migrantenkinder an unserer Schule und vermarkten es. Die Inhalte des Buches werden zudem in einer szenischen Lesung bzw. einer dramatisierten Fassung der
schulischen und außerschulischen Öffentlichkeit vorgestellt. Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb sollen in Form eines eigenen Projekts erfolgen.
Projektphasen
Das Projekt verläuft in mehreren Phasen und wird weitgehend im Rahmen des Unterrichts realisiert:
- Phase 1 – Vorarbeiten (Oktober 2007 – Dezember 2007): Wir sammeln, was uns an dem Thema interessiert, fassen alle Ideen in einer Mindmap zusammen und erstellen daraus einen Interview-Leitfaden, der die Basis unserer Gespräche mit den „ausländischen“ MitschülerInnen sein soll. Wir klären, welche GesprächspartnerInnen sich zur Verfügung stellen.
- Phase 2 – Interviews und Textbearbeitung (Jänner 2008 bis Mai 2008): Nach zwei Demo-Interviews starten wir mit unseren Befragungen. Die Interviews finden auf der Basis des Leitfadens statt, sie
werden als MP3-Dateien aufgenommen, auf den Computer überspielt und dort wörtlich transkribiert. In der Folge bearbeitet jedeR ihre / seine Interviews und wandelt sie in „Geschichten“ mit
Zwischenüberschriften um. Die Texte gehen per E-Mail an die Lehrkraft, werden von ihr korrigiert und per Mail retourniert. Diese Fassung wird mit den Interviewpartnern besprochen, wiederum korrigiert
und an die Lehrkraft zurückgeschickt. Eine erste öffentliche Vorstellung des Projekts erfolgt im Rahmen der Projektwoche „Mobilität“ an unserer Schule im April 2007. Dabei gibt es u.a. eine szenische
Lesung aus bereits fertig gestellten Interviews.
- Phase 3 – Endredaktion, Lektorat, Buchproduktion (Juni 2008 bis September 2008): Alle Texte werden redigiert und an eine externe Endkontrolle übergeben. Der Gesamttext wird auf Buchgröße formatiert, die Erstauflage via „Print on Demand“ produziert.
- Phase 4 – Öffentlichkeit und Vermarktung (Oktober 2008 – April 2009): Wir entwickeln mit Unterstützung von Experten ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vermarktung des Buches und etablieren es auf ausgesuchten „Märkten“. Ein Bestandteil dabei ist die Produktion einer szenischen Lesung bzw. einer dramatisierten Fassung in Zusammenarbeit mit Theaterfachleuten.
Projektorganisation
- Schuljahr 2007/08: Die Entwicklung des Interview-Leitfadens sowie den größten Teil der Interviews und deren Bearbeitung übernimmt eine Gruppe der 4DHL im Seminar „Projektmanagement und Facharbeit“. Eine Schülergruppe der 5AHL steuert im Rahmen des Deutschunterrichts Interviews bei und entwickelt eine szenische Lesung, die im April 2008 an der Schule zur Aufführung kommt. Die fertigen Texte der SchülerInnen werden von der Lehrkraft in Zusammenarbeit mit einer externen Expertin überarbeitet, korrigiert und endredigiert. Für die Gestaltung des Einbandes wird die Kooperation mit „Bildnerischer Erziehung“ angestrebt.
- Schuljahr 2008/09: Vermarktung und Vertrieb des Buches erfolgen in einer Seminargruppe der 4HL im Seminar „Projektmanagement und Facharbeit“. Dramatisierung und szenische Lesung erfolgen als Projekt entweder im Fach „Kommunikation und Präsentation“ oder ebenfalls im Seminar „Projektmanagement“ in Zusammenarbeit mit Theaterfachleuten.